GUE Fundamentals in Dahab

ein Bericht von Anika

 



Im Januar 2022 haben wir einen Fundi bei Christina gemacht. Dazu sind wir nach Dahab geflogen. Dahab ist eine schöne Küstenstadt auf der Halbinsel Sinai, ca. 1h nördlich von Sharm el Sheikh.



 

Check-Dive im Divers Indoors


Da der Kurs in Ägypten stattfinden würde und es vor Ort schwer sein würde, noch fehlendes oder unpassendes Equipment zu ersetzen, war ein Check-Dive im Divers Indoors eingeplant. Welches Equipment geeignet ist, hatten wir zuvor telefonisch und per Whatsapp abgesprochen.

So trafen wir uns an einem Samstagmorgen im Dezember und lernten unser Fundi-Team kennen.

Wir absolvierten die erste Theorieeinheit, erfuhren wo die Ursprünge von GUE liegen und welche Zertifizierungen man sich im Kurs erarbeiten kann.

Nach einem kleinen Mittagessen ging es dann an den Equipmentcheck. Wir lernten wo welches Ausrüstungsteil sein sollte und warum genau diese Konfiguration einen Vorteil bietet.

Danach wurden wir in die Gasanalyse eingeführt und wendeten diese sogleich an.

Bevor es ins Wasser ging, machten wir noch eine Trockenübung, um ein Gefühl für die Körperspannung zu bekommen, da diese für eine gute Wasserlage benötigt wird.


Im Wasser lernten wir dann, wie man sich im Wasser als Team formieren kann und wie man mit Hilfe des Teams seine Position hält.


Nach dem Tauchgang verabschiedeten wir uns dann mit viel Vorfreude auf die bevorstehende, gemeinsame Reise.

 

Reise nach Dahab


Am 1.1.2022 ging es endlich los. Wir trafen uns abends am Flughafen in München. Beim Zwischenstopp in Istanbul erfuhren wir dass die Straße nach Dahab unpassierbar war, da es in Sharm el Sheikh sehr stark geregnet hatte,. Kurzer Hand buchten wir ein Hotel für eine Nacht in Sharm. Nach der Landung nahmen wir uns ein Taxi zum Hotel. Unsere Koffer wurden abenteuerlich auf das Dach gebunden. Ein bisschen Angst um unser wertvolles Gepäck hatten wir schon, aber nach einer kurzen Fahrt durch viele tiefe Pfützen kamen wir und unser Gepäck unversehrt im Hotel an.



Am nächsten Morgen warteten wir am Pool darauf, dass die Straße nach Dahab wieder passierbar war, so dass uns der Minibus abholen konnte. Nach einer ca. einstündigen Fahrt

während der man eindrucksvoll sehen konnte, was der Regen in den Bergen mit der Straße angerichtet hatte, kamen wir gut in Dahab an.












Das Sukoon Guest House begrüßte uns freundlich mit seinem rustikalen Charme. Nachdem uns die Zimmer gezeigt worden waren und wir unser Gepäck abgelegt hatten, gingen wir die wenigen Meter hinüber zur Tauchbasis Scuba Seekers. Dort wurden wir freundlich und herzlich von Sameh und seinem Team empfangen. Wir bekamen eine kurze Führung durch die super organisierte Basis und lernten das Team kennen.

 

Check Dive


Nach einer kleinen Stärkung in dem der Basis angeschlossenen veganen Cafe ging es zum Blei-Check ins Wasser. Von der Basis zum Strand sind es ca. 100 Meter über die Strandpromenade. Das Flossenanziehen war die erste Herausforderung: Da es sehr windig war, war es bei dem Wellengang gar nicht so einfach nicht umzufallen. Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir wieder aus dem Wasser. Nachdem wir unsere Sachen in Schließfächern verstaut hatten, ließen wir den Abend noch gemeinsam mit Sameh und seinem Team in einer Pizzeria ausklingen.


 

Der erste Kurstag


Am nächsten Morgen um 9.00 starteten wir mit einem tollen Frühstück mit Falafel, Ei und Gemüse. So gestärkt begannen wir mit ein wenig Theorie. Wir lernten den Flutterkick und den Frogkick und übten die beiden Techniken zunächst im Trockenen. Am Nachmittag ging es ins Wasser, wo der Wind weiterhin sehr stark war und den Einstieg zu einer Herausforderung machte. Unterwasser spannte Christina eine Line, an der wir uns orientieren konnten, um unsere Flossenschläge zu üben. Auch an unserer Tarierung konnten wir weiter arbeiten. Am Ende wurde noch ein kontrollierter Aufstieg mit Stopps alle 3 Meter geübt.


Für einen zweiten Tauchgang war der Wind an diesem Tag zu stark und wir konzentrierten uns auf die Theorie.


Wir lernten die Basic 5 und den Backwardskick und übten sie zunächst im Trockenen. Der Tag endete mit einem großartigen Abendessen im Alibaba. Die vom Haus servierten Vorspeisen mit frisch gebackenem Brot sind sehr zu empfehlen.


 

Der zweite Kurstag












Am nächsten Tag starteten wir wie gewohnt um 9.00 Uhr und konnten die Basic 5 noch einmal trocken üben. Unterwasser übten wir uns dann im Backwardskick und wiederholten natürlich auch die Basic 5. Nach dem Tauchgang stand der Schwimmtest an, den wir beide ohne Problem bestanden. Gut, dass man bei GUE immer im Team arbeitet, ohne Lukas hätte ich den Weg ohne Brille wohl nicht mehr zurückgefunden ☺. Nach dem Schwimmtest, bei dem man doch deutlich ausgekühlt war, stärkten wir uns mit einem Sandwich beim Black and White, einem super netten Cafe, direkt neben der Basis.












Für den nächsten Tauchgang lernten wir dann noch den S-Drill und übten diesen sowohl an Land als auch im Wasser. Die Zeit verging wie im Flug und kurz vor Sonnenuntergang waren wir wieder in der Basis. Wir verstauten unser Zeug und nach einer kleinen Pause gingen wir zum Essen in unser lieb gewonnenes Alibaba. Diesmal war außer den üblichen Gästen noch ein Rudel Katzen anwesend, das sehr trickreich versuchte an Essen zu gelangen. Die Versuche sie zu verscheuchen blieben zunächst vergeblich, doch nachdem der Kellner sie unmissverständlich zum Gehen aufgefordert hatte, zogen sie von dannen.

 

Der dritte Kurstag


Den letzten Tag unseres Fundis starteten wir mit der Theorieprüfung schon vor dem Frühstück. Nach dem erfolgreichen Bestehen konnten wir dies umso mehr genießen.

Für den Tag standen zwei Tauchgänge an. Beim ersten übten wir das Boje setzen und das Bergen eines verunfallten Tauchers. Auch das Schwimmen ohne Maske arbeiteten wir in diesem Tauchgang erfolgreich ab. Den zweiten Tauchgang schlossen wir nach kurzer Oberflächenpause und letzten Absprachen direkt an. Wir übten den Valve Drill, den wir zuvor an Land geübt hatten und den Helicopterturn. Zum Schluss trainierten wir noch einen Aufstieg mit OOG Situation. Zurück in der Basis ging es wie immer ans Aufräumen. Danach trafen wir uns in unserem Schulungsraum zur Besprechung der Ergebnisse. Wir erhielten beide als Hausaufgaben bestimmte Skills, die noch zu üben waren und resümierten gemeinsam den Kurs.















Zusammengefasst war es sehr anstrengend, da sehr intensiv, aber auch sehr toll zu sehen, wie viel man in der kurzen Zeit lernen kann. Ein Fundi in Dahab ist auf jeden Fall sehr lohnenswert, die Basis ist hervorragend ausgestattet und alle sind super freundlich. Es finden parallel auch weitere GUE Kurse statt, so dass man leicht neue GUE Taucher kennen lernen kann. Es gibt moderne Schulungsräume und für Snacks ist in der Umgebung auch bestens gesorgt. Natürlich ist auch nicht zu vernachlässigen, dass das Wasser angenehm warm ist und man daher trotz der sehr langen und intensiven Tauchgänge selbst im Neo nicht friert.


Wir ließen die Zeit mit einigen „Spaß“-Tauchgängen ausklingen, so dass wir von der beeindruckenden Unterwasserwelt noch etwas mehr sehen konnten als nur das Possedonia Seegras unseres Übungsplatzes. Es waren wirklich wundervolle Tauchplätze mit intakten Korallen und vielen tollen Fischen. Ich kann den Fundi in Dahab wirklich empfehlen, da trotz des anstrengenden Kurses Urlaubsfeeling aufkommt.



P.S. Falls ihr euch wundert, warum es nur 3 Kurstage sind: Ich habe nur die Tage in Ägypten gezählt, der Check-Dive im Divers ist zusammen mit dem Check-Dive in Ägypten ein Kurstag


 

Über mich


Ich heiße Anika und im September 2019 auf Malta mit dem Tauchen begonnen. Ich war so begeistert von der Unterwasserwelt und den vielen verschiedenen Fischen, dass ich schon während des Urlaubes mehrere Tauchvereine angeschrieben habe, um auch in Deutschland weiter tauchen zu können. Zunächst auf Grund der Jahreszeit und noch fehlender Ausrüstung und im Folgenden pandemiebedingt, musste mein nächster Tauchgang allerdings noch 1,5 Jahr warten. Im Mai 2021 ging es dafür richtig los. Ich lernte im Tauchurlaub auf Ibiza viele erfahrene Taucher kennen. Durch den Kontakt mit ihnen hatte ich von den Fundi Kursen gehört und erfahren, dass sie auch schon für recht unerfahrene Taucher sinnvoll sind.

Eine Recherche der verschiedenen anbietenden Organisationen führte mich zu GUE. Auf der Suche nach einem Instructor fand ich zunächst Irene Homberger, die mir auf meine Frage nach einem Fundi in warmen Gefilden den in Ägypten geplanten Kurs bei Christina empfahl. Nach einem kurzen Telefonat mit Christina war mir klar, dass ich den Kurs gerne bei ihr machen würde. Zu Kursbeginn hatte ich 50 Tauchgänge geloggt und besaß noch keinen Trocki.


 

Vielen lieben Dank an Anika, für ihren Bericht.


Kleine Notiz am Rand: auch in Dahab mussten die Teilnehmer trotz des Urlaubsfeelings einen Theorietest schreiben.


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